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06.10.2021 | Angehörige und Klinikmitarbeiter gedenken den Verstorbenen in der Corona-Pandemie

KKH

06.10.2021 | Angehörige und Klinikmitarbeiter gedenken den Verstorbenen in der Corona-Pandemie

Erinnern, Innehalten, von geliebten Menschen gebührend Abschied nehmen – dafür gab es im vergangenen Jahr, das durch die Corona-Pandemie geprägt wurde, nur selten ausreichend Zeit und Gelegenheit. Um diesem Gedenken einen Raum zu geben, lud die Palliativstation des Ergebirgsklinikums Haus Stollberg am vergangenen Freitag, den 1. Oktober 2021, zu einer Feierstunde in die Jakobi-Kirche in Stollberg ein.

Mit 236 Kerzen wurde den Menschen gedacht, die zwischen Januar 2020 und Juni 2021 am Stollberger Krankenhaus verstorben sind, viele davon im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Über 100 Angehörige und mehrere Klinikmitarbeiterinnen und -mitarbeiter nahmen an der Gedenkveranstaltung teil, die so erstmals von der Stollberger Palliativstation durchgeführt wurde.

„Einmal im Jahr gemeinsam mit den Angehörigen den Verstorbenen zu gedenken, ist eine Tradition auf vielen Palliativstationen, die wir auch für die Stollberger Palliativstation etablieren möchten,“ erklärt Dr. med. Elke Möbius, Chefärztin der Klinik für Innere Medizin II. Wie wichtig ein solches Gedenken gerade in dieser schwierigen Zeit der Corona-Pandemie ist, verdeutlichte Oberärztin Andrea Clauß, die Ärztliche Leiterin der Palliativstation, in ihrer Rede: „Den Angehörigen und Familien fehlte häufig das Abschiednehmen, den Mitarbeitern schlichtweg die Zeit, um das Geschehene zu begreifen.“

Wie weitreichend die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Patienten, Angehörige und Klinikmitarbeiter waren, beschrieb auch Chefärztin Elke Möbius in ihrer Rede: „Es war ein Balanceakt für uns, die Balance zu wahren, für Patienten mit anderen, auch schweren Erkrankungen da zu sein, wie zum Beispiel Krebs. Denn der hörte nicht plötzlich auf zu wachsen, nur weil Corona da war,“ so Elke Möbius. Die enorme physische und psychische Belastung in dieser schwierigen Situation habe das Personal aller Kliniken an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit gebracht. „Und doch ist es gelungen, alle Patienten zu betreuen, zu begleiten und mit ihnen den letzten Weg zu gehen, nicht zuletzt auch bei Unmöglichkeit der Angehörigen, sie bis zum Schluss zu begleiten,“ sagte die Chefärztin.

Gerade den Angehörigen bot die Veranstaltung noch einmal Gelegenheit, gemeinsam zu trauern und sich gegenseitig Trost zu spenden – und so vielleicht auch neue Kraft zu schöpfen, um diese schwere Zeit verarbeiten zu können.


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