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07.03.2019 - Afghanisches Kind zur Behandlung in Stollberg

07.03.2019 - Afghanisches Kind zur Behandlung in Stollberg

Im Februar 2019 fand der 79. Afghanistaneinsatz des Hilfswerks „Friedensdorf International“ statt, bei dem die Oberhausener  Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten zur medizinischen Behandlung nach Deutschland holten und anschließend auf deutsche Krankenhäuser verteilten. In Stollberg ist derzeit der kleine Haidari (9) in der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie in Behandlung.

Nach Informationen von „Friedensdorf International landeten Mitte Februar 80 schwerkranke und verletzte Kinder aus vier verschiedenen Kriegs- und Krisengebieten mit einem Charterflug am Flughafen in Düsseldorf. Nach der Landung wurde ein Teil der kleinen Patienten mit Krankentransport-fahrzeugen des DRK und BRK bundesweit zu Spezialisten in Kliniken gefahren. Haidari (9) kam zu Behandlung nach Stollberg. Er hat in der Vergangenheit einen offenen Bruch erlitten, der in Afghanistan nur unzureichend behandelt wurde. Dies führt in aller Regel dazu, dass diese Brüche fehl- oder gar nicht mehr verheilen.

Friedensdorf International: „Nach wie vor ist die medizinische Versorgung in Afghanistan miserabel, die staatlichen Krankenhäuser sind nur mangelhaft ausgestattet und Privatkliniken kann sich kaum Einer leisten.“

Operiert wurde Haidari am 28.02.2019. Die OP war sehr aufwendig und dauerte rund drei Stunden.

Chefarzt Dr. Hubel: „Die Bruchstelle musste geöffnet und fehlverheilte und infizierte Knochenstücke entfernt werden. Mittels Osteosynthese, d.h. mittels einer operativen Verbindung von Knochenfragmenten, soll ein korrektes Zusammenwachsen der Knochenteile erreicht werden. Dabei muss synthetischer Knochen eingebracht werden, der die infizierten und nun entfernten Knochenteile ersetzt. Synthetischen Knochen kann man sich als chip- oder würfelförmiges knochenähnliches Material vorstellen, was in die Bruchstelle eingebracht wird und im Laufe der Zeit vom Körper zu echtem Knochen umgebaut wird.“

Nach abgeschlossener Behandlung bringen die Mitarbeiter der Hilfsorganisation die in Deutschland behandelten Kinder zunächst in das „Friedensdorf“ in der Nähe von Oberhausen. Nach einer gewissen Vorbereitungszeit geht es anschließend zurück in die Heimat nach Afghanistan. Es handelt sich mittlerweile um das 17. Kind, das seit 2003 über das „Friedensdorf“ in das Kreiskrankenhaus Stollberg vermittelt wurde. Die Behandlungskosten werden, wie auch bei den anderen Kindern, zum einen durch Spenden finanziert und zum anderen vom Kreiskrankenhaus Stollberg übernommen.


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