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17.09.2018 - 7. Pflegefachtag: Der demente Patient

17.09.2018 - 7. Pflegefachtag: Der demente Patient

Die zur Krankenhaus-Gesundheitsholding Erzgebirge gehörenden Krankenhäuser Klinikum Mittleres Erzgebirge Zschopau, das Erzgebirgsklinikum Annaberg sowie das Kreiskrankenhaus Stollberg veranstalten diese Fachtagung alle zwei Jahre gemeinsam. Das Thema  Demenz im Krankenhaus ist deshalb so wichtig, weil es jede Fachabteilung betrifft und dank immer älter werdender Patienten häufiger vorkommt. Oft wird erst spät entdeckt, dass eine Demenz vorliegt, da die Betroffenen dies anfänglich im Alltag gut überspielen.

Den rund 100 Gästen, vorwiegend pflegerisches Fachpersonal der drei Holding-Krankenhäuser, präsentierten die Referenten im Bürgergarten Stollberg das Krankheitsbild der Demenz als Ganzes. Dargestellt wurde, was Demenz im eigentlichen Sinne bedeutet und wie die Krankheit verläuft. Für den Klinikalltag wichtig, wurden Pflegekonzepte aufgezeigt, d.h. was das Krankenhaus in der Praxis für pflegerischen Aufwand betreiben kann, muss und darf, um den Patienten gerecht zu werden. Die möglichen Sozialleistungen für die Weiterversorgung der Patienten nach dem Krankenhausaufenthalt waren ebenfalls Bestandteil der Vortragsreihe.

Das Kurzzeitgedächtnis ist bei dementen Patienten praktisch abgeschaltet. Sie wissen teilweise nicht mehr, wo sie sich gerade aufhalten (Krankenhaus) noch warum sie hier sind. Das Langzeitgedächtnis funktioniert noch eine ganze Weile. So sind etwa alte Kindheitserinnerungen dort verankert.

Klar ist, dass ein dementiell erkrankter Patient mehr Aufmerksamkeit braucht, als ein anderer Patient. Das wichtigste ist, Risikopatienten frühzeitig zu erkennen.

Manchmal ist bei Patienten mit Demenz die Diagnose zum Zeitpunkt der stationären Aufnahme noch gar nicht bekannt. Auswirkungen einer nichterkannten Demenz können Komplikationen wie längere Liegezeiten, Stürze oder Mangelernährung sein. Das pflegerische und ärztliche Personal muss sich zudem auf die unterschiedlichsten Situationen einstellen. Einige Betroffene neigen zu Aggressionen, andere zu Ängsten. Manche sind ruhig und reagieren kaum mehr auf das Pflegepersonal. Auch der plötzliche Wechsel zwischen unterschiedlichen Stimmungsbildern kommt vor. Es gibt Patienten, die nachts  aktiv werden und ggf. über die Stationen von Pflegeheim oder Krankenhaus laufen. In Stollberg wird seit 2016 auf freiwilliger Basis ein Patientenarmband eingesetzt, auf dem Name und Geburtsdatum der Patienten sowie die Station aufgedruckt sind. Mit dem Armband können Ärzte und Pflegepersonal jeden Patienten jederzeit eindeutig identifizieren.

Auch ganz wichtiges Thema bei der Tagung: Die Wahrung der Selbstbestimmung der Patienten mit Demenz.

Pflegedienstleiterin Elke Köhler: „Es war eine sehr gelungene Veranstaltung, die viele Tipps für das Pflegepersonal im Umgang mit dementen Patienten aufgezeigt hat. Die inhaltliche Ausgestaltung hatte das Klinikum Mittleres Erzgebirge Zschopau übernommen. Die Organisation vor Ort lief über das Kreiskrankenhaus Stollberg.“


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