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19.04.2018 - Moderne Endoprothetik – viel bewegen und wenig belasten

Moderne Endoprothetik – viel bewegen und wenig belasten

Bereits jeden Zweiten der über 65-Jährigen trifft der Gelenkverschleiß, bei den 45 bis 67-Jährigen ist es fast jeder Dritte. Die Veranstaltung „ENDOPROTHETIK“ für
Betroffene und Interessierte zeigte die Möglichkeiten des Gelenkersatzes imKre iskrankenhaus Stollberg auf und trifft regelmäßig auf große Resonanz in der
Bevölkerung. Dargestellt wurden der Weg zum Gelenkersatz, der Eingriff selbst sowie der Aufenthalt auf Station bis hin zur Entlassung und Anschlussheilbehandlung.

Gelenkverschleiß oder Arthrose ist ein ganz natürlicher Vorgang. Das Gelenk ist, genauwie der Mensch, nicht für die Ewigkeitgemacht. Durch eine stetig steigende Lebenserwartung erhöht sich auch die Anzahl der Verschleißerkrankungen, speziell bei den großen Gelenken wie Hüft- und Kniegelenk. Bedingt durch den technischen Fortschritt verschleißt das Gelenk nunmehr weniger durch die körperliche Beanspruchung bei der Arbeit, als vielmehr durch die natürliche Alterung sowie durch mangelnde Aktivität und Übergewicht.

Um dem Verschleiß vorzubeugen, sollte der 40-jährige Ausdauersportler keinesfalls auf die Idee kommen, seine Aktivitäten zu verringern und lieber im heimischen Fernsehsessel sitzen, um Hüft- und Kniegelenke zu schonen. Ähnlich verhält es sich bei dem über 70-Jährigen, dessen Knie schon etwas schmerzt, sodass er sich aus Angst vor Schmerzen in eine Schonhaltung begibt und sich kaum noch bewegt.

Das Gelenk produziert durch Bewegung mehr Gelenkflüssigkeit. Der Knorpel im Kniegelenk wird nicht so schnell spröde, was dem Verschleiß und den Schmerzen entgegenwirkt. Zudem bilden sich die Muskeln altersbedingt nicht so schnell zurück und können ihrer Stützfunktion weiterhin gerecht werden. Aktivität verringert das Risiko für Übergewicht, Stürze oder eine Osteoporose deutlich. Die richtige Bewegung im richtigen Maß kann helfen, das Fortschreiten einer Arthrose zu bremsen.

Günstige Sport- und Bewegungsarten bei orthopädischen Erkrankungen sowie nach dem Gelenkersatz sind z.B. das Spazieren gehen, Laufen, Radfahren, Nordic Walking, Skilanglauf, Schwimmen, Aqua-Jogging und Wassergymnastik.

Eine Operation kommt nur in Frage, wenn alle anderen Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft sind.

Nach einer Operation verbessert Bewegung das Zusammenspiel zwischen Kunstgelenk, Muskeln und Knochen. „Daher beginnen bereits einen Tag nach dem Eingriff unsere
Physiotherapeutinnen mit der Bewegungstherapie. Bettruhe ist hier der falsche Weg. Bei Gelenkproblemen gilt der sportliche Grundsatz: viel bewegen, wenig belasten.
Ideal sind zyklische Bewegungen, die das Gelenk ohne Krafteinsatz gleichmäßig durchbewegen. Bleiben Sie in Bewegung und achten Sie auf ihr Körpergefühl, im Zweifel sollte ein Arzt zu Rate gezogen werden. Die Gelenke und Muskeln sollten immer langsam an die Bewegung gewöhnt werden, um eine Überbelastung zuvermeiden“, rät Chefarzt Dr. Hubel, Leiter des EndoProthetikZentrums Stollberg.

Die Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie am Kreiskrankenhaus Stollberg beschäftigt sichseit über 20 Jahren intensiv mit der Implantation von Endoprothesen nebst deren
Wechseloperationen. 2013 erhielt die Klinik als zweite Einrichtung in Sachsen das Zertifikat „EndoProthetikZentrum“. Das Team der Hauptoperateure am EPZ Stollberg besteht aus
Chefarzt Dr. Wilmar Hubel, Oberarzt Dr. Karsten Wallroth sowie Oberarzt Thomas Guthknecht.


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Christian Grimm
Öffentlichkeitsarbeit
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E-Mail:  c.grimm@kkh-stl.de


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