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07.03.2017 - Afghanisches Kind zur Behandlung in Stollberg

Seit Ende Februar ist wieder ein afghanisches Kind in der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie in Behandlung, das vom Hilfswerk „Friedensdorf International“ aus Kriegs- und Krisengebieten nach Stollberg vermittelt wurde.

Im Februar 2017 fand der 75. Afghanistaneinsatz des Hilfswerks „Friedensdorf International“ statt, bei denen die Oberhausener 69 Kinder aus Afghanistan nach Deutschland zur medizinischen Behandlung holten und auf deutsche Krankenhäuser verteilten. Kinder mit Gesichtsverletzungen kommen dabei beispielsweise in spezialisierte Einrichtungen mit einer Klinik für Plastische Chirurgie. Kinder mit schweren Knochenentzündungen, die meist aus schlecht verheilten Brüchen mit anschließenden bakteriellen Infektionen resultieren, kommen unter anderem in die Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie ins Kreiskrankenhaus Stollberg.

Belgis ist ein neunjähriges Mädchen, das aktuell in Stollberg behandelt wird. Die erste Operation erfolgte am 01. März 2017. Belgis leidet unter einer schweren Knochenmarksentzündung im Oberschenkel, welche in Afghanistan medizinisch nicht beherrschbar ist. Es fehlt an Geld, an med. Ausstattung, Hygiene und vor allem an Erfahrung der Operateure. Trotz stetig eintreffender Meldungen aus Afghanistan über Anschläge oder vereinzelten Kampfhandlungen sind es oft nicht die daraus resultierenden Verletzungen, die die Menschen und insbesondere die Kinder leiden lassen. Vielmehr sind es übliche Verletzungen im Haushalt oder beim Spielen. Verbrennungen am offenen Holzfeuer in der Küche, explodierende korrodierte Gasflaschen. Ein kleiner Sturz, der zu einem dann unbehandelten gebrochenen Bein führt. Die Folge ist eine Infektion des Knochens, welche unbehandelt ein Leben mit ständigen Schmerzen bedeutet.

„Wir können sagen, dass die Krankheitsursache bei den bisher von uns behandelten Kindern größtenteils aus der Armut resultierte, in denen die Kinder in Afghanistan leben. Medizinische Versorgung ist für den Großteil unbezahlbar und selbst wenn, dann finden Sie in Afghanistan nicht die medizinischen und hygienischen Möglichkeiten, die bei uns zum Standard gehören“, so Chefarzt Dr. Hubel.

Es handelt sich mittlerweile um das 15. Kind, das seit 2003 über das „Friedensdorf“ in das Kreiskrankenhaus Stollberg vermittelt wurde. Die Behandlungskosten werden, wie auch bei den anderen Kindern, zum einen durch Spenden finanziert und zum anderen vom Kreiskrankenhaus Stollberg übernommen.


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Christian Grimm
Öffentlichkeitsarbeit
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