Willkommen am Kreiskrankenhaus Stollberg

 Moderne Medizin, gute Pflege und menschliche Zuwendung – dafür steht das Kreiskrankenhaus Stollberg. An 365 Tagen im Jahr setzen sich alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rund um die Uhr und mit großem Engagement für unsere Patienten ein. Die Qualität der Patientenversorgung wird durch verschiedenste unabhängige Überprüfungen und Zertifizierungen sowie von unseren Patienten selbst wiederholt als sehr gut bewertet.

23.03.2017- Moderne Schlafmedizin in Stollberg

Wer hier in einem der sechs Zimmer liegt, hat mit dem Schlafen das ein oder andere Problem. Und genau diesem soll im Schlafmedizinischen Zentrum der Kreiskrankenhaus Stollberg gGmbH auf den Grund gegangen werden.

Patienten, welche an lautem und unregelmäßigem Schnarchen mit nächtlichen Atemaussetzern leiden und sich am Tag unausgeschlafen bzw. müde fühlen, finden hauptsächlich den Weg ins Schlaflabor. Nachdem sie ihre Symptome dem Hausarzt mitgeteilt haben, wird ein Schlafapnoe-Screening durchgeführt. Danach erfolgt, nach Differenzierung der Begleiterkrankungen, die Ein- oder Überweisung ins Schlaflabor Stollberg. Dort wird zur genauen Begutachtung der Schlafprobleme eine Polysomnografie- Untersuchung durchgeführt und ggf. eine entsprechende Therapie eingeleitet.

„Wichtig ist immer eine differenzierte Diagnostik“, sagt der Schlafmediziner Dr. Andreas Glänzel, Oberarzt der Klinik für Innere Medizin I und Leiter des Schlaflabors Stollberg.

Die Zimmer des Schlaflabors sehen nur auf den zweiten Blick aus wie Krankenhauszimmer. Es gibt ein Bett, einen Schrank, ein großes Fenster, einen Flachbildfernseher an der Wand, Tisch und Stühle sowie Internet. Fast wie ein Hotelzimmer. Aber ein kameraüberwachtes Hotelzimmer. Zusätzlich mit Mikrofon und allerlei Kabel ausgestattet.

Das Schlafmedizinische Zentrum am Kreiskrankenhaus Stollberg verfügt neben spezialisiertem Personal über sechs Schlafräume, die per Kamera und Messelektronik mit einem Untersuchungszimmer verbunden sind.

Am frühen Abend kommen die Patienten und bleiben in der Regel ein bis zwei Nächte für verschiedene Untersuchungen. Es werden ihnen Kabel mit Messelektronik angebracht. Der Messzyklus beginnt zwischen 21 und 22 Uhr. Danach wird es interessant. Der Schlaf wird durch spezialisiertes Personal am Monitor im Kontrollraum überwacht und aufgezeichnet. Die Messdaten der Patienten erscheinen auf je einem eigenen Monitor inkl. Live-Bild. Dabei wird u. a. ein Polysomnogramm erstellt, eine Übersicht zu Gehirnströmen, Augen- und Muskelbewegungen, Herztätigkeit u. v. m. Die aufgezeichneten Daten werden im Anschluss ausgewertet und es wird ein individueller Therapieplan erstellt.

„Jeder Patient ist individuell und wir versuchen mit dieser sehr aufwendigen Diagnostik und individuellen Diagnosen und Therapien die persönliche Schlafsituation zu verbessern. Folgen eines schlechten Schlafes können tagsüber erhöhte Müdigkeit, Gereiztheit oder Konzentrationsstörungen sein. Häufig zeigen sich auch ein zu hoher Blutdruck oder Herzprobleme. Die Wahrscheinlichkeiten für Folgeerkrankungen, z.B. für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall, steigen“, so Oberarzt Dr. Glänzel weiter, der die Leitung des Schlaflabors vom leider 2016 verstorbenen Chefarzt Dr. Griesbach übernommen hat.

Tagsüber erfolgen im Schlaflabor bei den Patienten Maskenanpassungen. Außerdem ist bei bestimmten Patienten ein Multipler Schlaflatenztest (MSLT) notwendig. Hierbei werden im 2h-Rhythmus fünf Mal am Tag Schlafmessungen am Patient durchgeführt (Testung d. Einschlafneigung tagsüber).

Nach wie vor arbeitet das Schlaflabor bei der Betreuung der Patienten mit Herrn Dr. med. F. Richter, Pulmologe und Somnologe aus Plauen als Kooperationspartner eng zusammen.

Die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin bescheinigte dem Schlaflabor in Stollberg zu Jahresbeginn erneut die hohe Qualität (Akkreditiertes Schlaflabor).

Schlaflabor in Stollberg - Zentrum für Schlafmedizin und Beatmungstherapie Westsachsen
Am 19. Oktober 2016 verstarb Herr Chefarzt Dr. med. Griesbach (Klinik für Innere Medizin I). Das Schlaflabor wurde 2006 von ihm gegründet und unter seiner kompetenten Leitung zum Zentrum für Schlafmedizin und Beatmungstherapie Westsachsen ausgebaut, das die Patienten nach den neuesten Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) behandelt.

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